Seit langem beschäftigt mich die Frage, wie lebt man kraftvolle, strahlende Weiblichkeit? Diese Frage hat nicht nur individuelle Relevanz für die einzelne Frau, die jeden Tag Probleme löst, den Schmutz wegmacht und ihr Leben lebt - und dabei im Rahmen der jeweiligen Kultur und ihrer Biologie in eine weibliche Rolle findet, die sie ausmacht. Die vielen Frauenleben zusammengenommen erschaffen gemeinsam einen Resonanzraum, der das ganze gesellschaftliche Leben formt. Mann und Frau sind die Keimzelle jeden Lebens. Wie sie miteinander umgehen, beeinflusst die Gesellschaft als Ganzes. Es berührt politische, religiöse, kulturelle und spirituelle Fragen. Eine Frau ist eine Frau nur im Zusammen mit dem Mann, biologisch gesprochen. In diesem Blog soll es nicht um die Psyche der einzelnen Frau gehen, sondern um unser Wachstum und unsere Entwicklung als Frauen insgesamt aus der Vogelperspektive.
Wir haben in Europa geschichtlich Prozesse im Selbstverständnis des Frauseins durchlebt. Psychologisches Magazin deshalb, weil ich als Psychologin unter professioneller Deformation leide und nicht wirklich gut fähig bin, die Psyche herauszulassen. Unser Denken und Fühlen ist konstituierender Bestandteil eines jeden Augenblicks und dessen bin ich mir immer bewusst. Politikinteressierte, Historiker, Archäologen, Soziologen, Biologen und jeder Mensch mit Verstand ist eingeladen, meine Sicht auf die “Lage der Nation” zu ergänzen, so dass ein stimmiges Gesamtbild entstehen kann.
In diesem Magazin werde ich mich vor allem auf die Frauen Europas beziehen - und im weitesten Sinn auf Europas kulturelle und ethnische Ausläufer. Kultur wirkt psychoaktiv. Als Psychologin nehme ich wahr, dass andere Kulturen, trotz derselben Biologie, andere Gesellschaftsformen gebildet haben, in denen Frauen sich anders verstehen, sich sehr anders entfalten und sich im öffentlichen Raum völlig anders bewegen - geprägt durch die jeweiligen Kulturen. Über Europa kann ich als Frau mit kroatischen Wurzeln, die in Deutschland aufgewachsen ist, schreiben. Es würde meine Kapazität sprengen, über Themen zu sprechen, von denen ich wenig weiß. Europa habe ich bereist und selbst erlebt, und meine Bande in viele europäische Länder sind stark. In gewissem Sinne bin ich auch europäische Patriotin und das Wohl “meiner Leute” interessiert mich natürlicherweise. Als Frau, die Männer in ihren unterschiedlichen Rollen mir gegenüber - als Freund, Bruder, Vater, Sohn oder Geliebten - zwar persönlich sehr (sehr!) gern mag, solidarisiere ich mich, wenn es um die energetische Signatur geht, naturgemäß mit Frauen. Man sagt mir nach, mein Kommunikationsstil sei männlich und für Frauen nicht unbedingt leicht verdaulich. Wir werden sehen. Sehr wahrscheinlich ist, dass es ein Magazin für Wenige wird, nicht für alle oder viele. Für neue Gedanken ist es aber auch nicht wichtig, dass jeder sie von Anfang an gedacht hat. Eine kritische Masse genügt, um ein Thema und ein bestimmtes Bewusstsein in die Breite zu tragen.
Man sieht historische Linien gerne im Licht einer Entwicklung zum Besseren. Das 21. Jahrhundert macht jedoch den Anschein, einen Paradigmenwechsel zu bringen oder bereits gebracht zu haben. Ich sage, es macht den Anschein, weil es noch früh ist am Jahrhundert und wir durchaus gewissen Freiheitsgrade haben, es zu gestalten. Die Psychologin sagt, man sollte es nicht dem Zufall überlassen, wohin die Zeit uns treibt. Für das menschliche Leben gilt: Wenn du selbst keine Richtung hast in deinem Leben, wirst du - wie eine beliebige Billiardkugel auf dem Tisch - irgendwohin geschleudert, wenn jemand anderes seine gezielte Bewegung macht. Besser also man hat sich vorher etwas überlegt. Die gewachsenen Freiheiten in Europa, die für das Individuum die Fesseln von sozialen Normen und religiösen Verboten und Geboten aufgesprengt haben, gelten auch für Frauen. In dieser vermeintlichen Freiheit liegt auch viel Verwirrung und die Möglichkeit, sich zu verlieren. Mit Freiheit muss man diszipliniert umgehen können. Tun wir das? Scheitern war für Menschen immer eine Option und viele wählen sie täglich. Deshalb ist es mir ein Herzensanliegen mit den Frauen - aber auch mit jedem interessierten Mann - eine Diskussion zu beginnen über die Frage: Wo wollen wir Frauen hin?
Wie soll und kann ein kraftvolles, weibliches Frauenleben jetzt und in der Zukunft aussehen? Wie stellen wir uns das Leben als Frau vor? Gibt es Kräfte, die auf alle Frauen gleichermaßen wirken und sie in ihrer Frauenrolle beeinflussen? Welche davon sind zeitlos gültig, welche sind Mode und welche variabel? Dabei wird ganz sicher auch der Mann - als Energieform - auftauchen, der Mann, mit dem Frau ihre weibliche Energie in Einklang zu bringen sucht. Ganz praktische Fragen stellen sich über die Form von Familie. Kindererziehung, Beruf und Alltag und ganz wichtig: die Liebe. Beim Thema “Liebe” wird es in die Tiefe gehen. Versprochen!
Ich habe nicht vor, Neues zu erfinden, dennoch muss ich zugeben, dass ich mich bei jedem dieser Alltagsfragen zielstrebig nach der Frage der Spiritualität strecken werde. Meines Erachtens gibt es in diesem Jahrhundert nur eine echte Vorwärtsbewegung - und das ist in Richtung von höherem Bewusstsein, in eine spirituelle Existenz. Alles andere ist nur Wechseln der Kleider und Aufsetzen von Modeschmuck. Elon Musk will zum Mars. Wo wollen wir hin - gesamtgesellschaftlich - wo wir noch nie waren? Als Psychologin frage ich nach der Reise in die innere Tiefe. Vorwärts ist, wenn man in die Weiten des inneren und äußeren Universums vordringen möchte, zugegeben eine Metapher. Wir müssen die Anstrengung unternehmen, gemeinsam zu beschließen, in welche Richtung “vorwärts” ist, wenn wir uns nicht in alle Richtungen verstreuen wollen. Aber dann entwickeln sich Dinge auch folgerichtig, natürlich, getrieben von dem, was schon da ist.
Über 100 Jahre ist es her, dass der Begriff der Quantenphysik gemünzt wurde. Es dauerte Jahrzehnte, wie bei jedem Paradigmenwechsel, bis die breite Öffentlichkeit die neue Weltsicht zur Kenntnis nahm. Wie lange dauerte es nach Galilei bis noch der Letzte akzeptierte, dass die Erde sich um die Sonne dreht? Sind wir in der Lage zu begreifen, was das für uns Frauen bedeutet und wie hat sich unser geistiges Erleben seither verändert? Ich denke, Jahrhundertprozesse bleiben für das Alltagserleben des Einzelnen solange unsichtbar, bis man sie thematisiert. Auf dem persönlichen Lebensweg ist man betriebsblind und sieht sich selbst nicht als wichtiges Puzzlestück im großen Ganzen. Dieses Bewusstsein will ich wecken, denn niemand sonst, außer jedem Einzelnen - gemeinsam mit allen anderen - erschafft die Welt, in der wir leben.
In diesem Bewusstsein, dass die Welt nicht so solide und wirklich ist, wie wir sie die meiste Zeit erleben, entstand auch der Titel für diese Publikation - SOLID ILLUSIONS. Es ist meine Erinnerung an alle, dass dieses Leben eine traumgleiche Qualität hat und es ist meine Einladung an Sie zum Erträumen - und Erschaffen - wie es anders, besser sein könnte, denn was wir zu denken imstande sind, hat größere Chancen Wirklichkeit zu werden.
Ich lade Sie daher herzlich ein - als Frau und als Mann - dieses Magazin bereits jetzt zu abonnieren und schließlich lebhaft mit zu diskutieren! Ich habe viele, kleine und große Fragen und Ihre Meinung wird dazu beitragen, dass wir gemeinsam viele, kleine und vielleicht auch große Antworten finden auf die eine Frage: Wie soll das Leben und Erleben von Frauen im Europas im 21. Jahrhundert sein?
Herzlichst
Ihre Marijana Batan

